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Bettgestelle

Jeder Mensch verabschiedet sich irgendwann in seinem Leben von seinem Bettgestell, legt sich eine Matratze auf den Boden und gut ist. Ich nicht. Ich finde es fies nur 10 Zentimeter von meinem Boden entfernt zu liegen, dann muss ich an den ganzen Staub denken un die Milben, die vergrößert aussehen, wie Monster. Natürlich sind die auch so in meinem Bett, aber das kann ich ja dank meines Bettgestells noch verdrängen.
Außerdem finde ich so nah am Boden schlafen kalt.
Vielleicht war es aber auch einfach nur meine Mutter, die mir eingeflößt hat, dass sei ungesund.
Aufjedenfall, möchte ich mich nicht von meinem Bettgestell verabschieden.
Aber mit meiner Matratze sollte ich mal ein Wörtchen reden, die ist nämlich ganz schön verbeult mittlerweile.

3.4.06 22:27, kommentieren



An Tagen wie diesen

Heute ist es mir schon wieder passiert.
Ich bin aufgestanden und im Radio lief das Lied "An Tagen wie diesen" von Fettes Brot. Ich denke dann immer an das Video mit den Panzern. Ich ging nichts ahnend eine halbe Stunde später aus dem Haus, das Lied hatte es sich in meinem Kopf gemütlich gemacht.
Müde stand ich an der Bushaltestelle, wollte mich nur noch in einen ungemütlichen Schalensitz werfen und den Dingen die an diesem Tag auf mich zu kamen ins Auge blicken.
Als plötzlich völlig unverhofft ein Panzer an mir vorbei fuhr. Und das war keine Halluzination.
Aus dem Deckel guckte ein junger Mann in Zivil, der mich angrinste. Ich war völlig entgeistert. So ein Erlebnis vor dem ersten Kaffee und das in so einer Kleinsadt.
Das war jetzt schon das zweite Mal, dass mir genau das passiert ist.

1 Kommentar 3.4.06 22:33, kommentieren

Termindruck

Manche können unter Termindruck gut arbeiten, sie entwickeln Ehrgeiz, geben Vollgas.

Ich? Nee.

Ich mag Termindruck nicht wirklich, ich meine ich finde ihn nicht schrecklich, ich gerate nicht in Panik, ich bleibe ruhig und ärgere mich. Über mich selbst. Warum verschiebe ich immer alles auf die letzte Minute. Ich hasse es unpünktlich zu sein. Ich hasse es etwas unpünktlich abzugeben. Ich mag die Situation nicht, es war wichtig und du bist zu spät. Das geht nicht. Ich will das nicht, Aber da ich ein tendenziell eher fauler Mensch bin, werde ich wohl immer mit Termindruck leben müssen.

4.4.06 19:15, kommentieren

The more I think, the more confused I get.

Wörter gelangen durch unser Gehör in unseren Kopf, diese Schallwellen, die bei einem Gespräch, durch die Stimmlippen des Partners verursacht werden, werden in unserem Gehirn verarbeitet. Die Komposition der Laute verbindet unser Gehirn mit einem verbalen Zeichen, Die Töne werden zu einem Wort zusammengefügt und wir verbinden damit eine bestimmte Sache, ein Gefühl oder einen Gegenstand.
Manchmal passiert es, dass ich versuche jemandem zu zu hören, ich will es wirklich und die Schallwellen kommen auch in meinem Ohr an und werden an mein Gehirn weitergeliefert. Doch anstelle der konventionellen Assoziationen entsteht so etwas wie ein Wirbel in meinem Kopf, der alles durcheinander schmeißt und das Ergebnis ist ein völliger Unsinn, Laute die ohne Zusammenhang aneinander gereiht sind und sofort ein absolutes Chaos auslösen. Verwunderlich, aber auch belustigend.

7.4.06 22:21, kommentieren