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Titel sagen nichts

Aufgestanden, 3 Stunden zu früh.
Draußen? Ein ohrenbetäubender Lärm. Wieso?
Will ich das wissen? Ja.
Holzfäller im Nachbargarten, morgens um 8 ihr Ziel? 4 Bäume fällen.
Mein Ziel? Raus hier.
Post? Fehlanzeige. Scheiße wo bleibt meine Bestellung.
Dann Tee, denn Kaffee ist ein „nie-nicht“ geworden.
Essen? Nein.
Vorlesung, Zeit absitzen-
Uhren können Rückwärts laufen.
Zigarettenpause, eine philosophische Diskussion über den Sinn des Studiums.
Ergebnis? Gibt es nicht, sinnlos.
Zuhause, die Holzfäller sind weg, der Müll stinkt jemand müsste spülen.
Gibt es die Mainzelmännchen? Einen versuch ist es wert, der Müll muss trotzdem raus.
Dann, Sofa.
Fernsehen. Es klingelt, hört nicht auf. Wo stell ich es ab?
Vielleicht ans Telefon gehen. Mama. Ja. Nein. Ja. Vielleicht. Ich denk darüber nach. Nein. Mh. Keine Ahnung. Ja hab ich. Bis bald.
Es klingelt wieder. Wieder Mama, sie hatte was vergessen, aber was? Ja. Nein. Auf jedenfall. Ja mach ich. Nein. Alles klar. Bis dann.
Essen? So langsam ja.
Kühlschrank? Leer. Vorratsschrank.
Kann man das noch essen? Ja. Guten Appetit.
Musik.
Gute Nacht.

5.12.06 00:07, kommentieren



Labyrinth der Unverständlichkeit

Wände.
Wände aus Wörtern.
Unüberwindbare Wände aus Wörtern.
Links Konsistenz, ganz groß, rot, scheint wichtig zu sein.
Rechts? Zielgruppe.
Und Du?
Mitten drin. Der einzige Weg? Gerade aus, erst langsam, dann immer schneller.
Das einzige Geräusch, dein Atem und Schritte. Deine Schritte? Dreh dich nicht um, lauf. Immer schneller, und dann drehst du dich um.
Ein Knall, du hast die Wand nicht gesehen, nach vorne gucken wäre besser gewesen.
Ein stechender Schmerz, alles dreht sich.
Dann alles wieder gerade, aber neue Wände, andere Wände, höher?
Keine Ahnung, erstmal eine Zigarette.
Noch eine? Nein, irgendwo muss man hier rauskommen.
Geradeaus, denn wohin denn sonst? Hinter dir eine Wand, neben dir eine Wand. Ein Morph hüpft vorbei, hinterher? Wieso nicht.
Da, ein Fehler. Groß und Rot. Hier ist hat sich ja echt einiges eingeschlichen. Wird es immer dunkler?
Kennt man hier keinen Lichtschalter?
Licht? Feuerzeug!
Scheiße Finger verbrannt.
Hinsetzen, betrachten, was steht auf der Wand gegenüber?
Drücken sie grun Knopf.
Was?
Drücken sie grun Knopf.
Ja, aber wo zum Teufel ist der Knopf.
Ein Bier wäre super, oder einen Kaffee.
Kein Bier da? Ein Schnaps würde es auch tun.
Was steht denn hinter mir?
Bitte nicht anlehnen, Wand wurde gerade erst konfiguriert.
Scheiße T-Shirt ist voller Druckerfarbe.
Macht jetzt auch nichts mehr.
Handy!
Kein Empfang, nur Notruf möglich.
Notruf? Ist das ein Notfall?
Nein, die erklären mich doch für verrückt.
Also immer weiter, wir kommen zum Ausgang, ich das Morph und der Fehler.

5.12.06 00:21, kommentieren

manchmal

Für showmybones

Manchmal ist die Sonne dunkel und der Mond ganz hell, das Bild scheint verrückt, aus dem Rahmen gefallen, aber nein, das ist dann halt so.
Manchmal hat man das Gefühl man hätte etwas im Nacken sitzen, man kann es nicht sehen, es ist unsichtbar, und eigentlich ist es gar nicht da.
Aber nicht alles was existiert können wir auch greifen und die Angst schon gar nicht.
Aber wenn wir die Angst sehen könnten, wie würde sie aussehen? Und was würden wir tun? Dass wir sie sehen könnten heißt ja nicht, dass wir sie dann verschwinden lassen könnten. Manche Menschen behaupten ein gewisses Maß an Angst wäre gesund, aber können wir das Maß bestimmen? Angst ist etwas auf das wir keinen Einfluss haben.
Aber wie würde die Angst denn nun aussehen? Ich denke, dass die Angst jedes Menschen anders aussieht.
Und meine? Das ist schwer, ich habe noch nie versucht sie mir vorzustellen, aber wenn ich müsste, dann glaube ich, es wäre kein Wesen, dass es wirklich gibt, es wäre ein Fabelwesen, ein Wesen, dass man im einen Gebrüder Grimm Märchen finden könnte, klein mit einem Buckel und pelzig, mit scharfen gelben Zähnen und vielen Augen. Denn nichts was auf dieser Welt existiert, ist so Angst einflößend wie die Angst selbst.

1 Kommentar 12.12.06 21:39, kommentieren

manchmal^2

Manchmal ist eine Anästhesie für die Seele die einfachste Lösung, eine Spritze und die Gefühle sind weg, eingeschläfert wenigstens für eine kurze Zeit, durchatmen und es geht weiter, aber wie lange kann man eine Seele betäuben, ohne dass sie Schaden nimmt?
Gibt es eine Zeit die man nicht überschreiten kann? Fallen die Gefühle ins Koma und wenn, ist das dann schlimm? Wie wäre das Leben ohne?

12.12.06 21:39, kommentieren

Gedanken

ch habe jetzt einen Zuckerstreuer, der war garnicht teuer und ist schön. Bin ich jetzt dekadent? Oder muss man sich irgendwann einfach von seiner Zuckertüte trennen?

12.12.06 23:05, kommentieren